32.Jura 3er Staffel 2013
UBOL Suisse ist Initiant des Prix Eco OL
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Sieg am Thüringer 24h-OL!
Das Team UBOL1 (UBOL Blerim) hat den 16.Thüringer 24-Stunden OL gewonnen.
Vorgeschichte
Die Idee mit UBOL an den 16.ten 24h-OL nach Thüringen zu reisen stammt von Roggi und Lorenz. Beide haben schon mal an einem Wettkampf dieser geilen OL-Form teilgenommen und wir spielen mit dem Gedanken, nächstes Jahr den ersten 24h-OL in der Schweiz zu organisieren. Roggi hat darum mit den langjährigen Ausrichtern des thüringer Vorbildes (USV Jena Abt. OL) Kontakt aufgenommen von wegen Know-How-Transfer und wie diese dazu stehen, wenn wir ihre Wettkampfform übernehmen. Die Jenaer haben sehr positiv reagiert, boten uns an uns tiefe Einblicke in ihre Organisation zu gewähren. Gleichzeitig kündigten sie an, mit einem Team an unserem OL anzutreten. Klar, schliesslich kommt man als einziger Ausrichter von 24h-OLs äusserst selten dazu, an solcherart teilzunehmen. Damit war auch klar, dass wir uns das ganze Mal vor Ort anschauen würden.

24h-OL
24h-OL ist eine zyklische OL-Staffel für Team zu sechs Personen (davon zwei weiblich und eine zusätzlich über 35 oder unter 20). In fester Reihenfolge absolviert ein Team 24 Stunden lang verschieden OL-Bahnen. Die Bahnen werden zu festgelegten Zeitpunkten in Form von Bahnen-Pools (Tagbahnen, Dämmerungsbahnen, Nachtbahnen, Schlussbahnen) freigegeben und werden durch Länge und Schwierigkeit definiert (z.B. Long-Easy). Gewonnen hat die Mannschaft, die am meisten Bahnen erfolgreich absolviert hat. Für falsch absolvierte Bahnen (misspunch) und verletzungsbedingt ausfallende Teammitglieder gibt es spezielle Regelungen.

Vorgeplänkel
Roggi begann gezielt nach Intressenten für eine Reise an den diesjährigen 24h-OL zu suchen und bald war klar, dass mindestens zwei Teams nach Thüringen reisen würden. Er organisierte Anmeldung und Reise und entwickelte mit Assistent rocket2007 den supergeilen UBOL-24h-OL Aufkleber aus Silikon.
In den zwei Wochen vor dem Wettkampf geriet dann etwas Unruhe in die ganze Geschichte: fünf der gesetzen Teilnehmer bzw. deren Ersatzleute mussten der Reihe nach Forfait geben, die letzten am Tag vor der Abreise. Dass wir trotzdem mit zwei kompletten Teams antreten konnten, ist Roggi mit seinem grossen Einsatz zu verdanken...

Anreise
Der 24h-OL fand dieses Jahr in Karolinen-Field, einem 25 Seelen-Dorf im Thüringer Wald statt (allersüdlichste Ex-DDR). Dahin kommt man in 7 Stunden ab Zürich mit dem Zug bis Saalfeld und die letzten 40 Kilometer im Bus-Taxi von Michael Schumachers ostdeutscher Reinkarnation (mit 100km/h einhändig über die Pavés brettern und dabei laut ins Händy schreien)


Umsteigen in Stuttgart: Christian Rogenmoser/Roggi, Stefan Zwicky (Bild:rocket2007)

Know-How-Transfer
Wir sind extra etwas früh angereist (Freitag nach UBOL3 7.13 ab Zürich), damit wir ohne Wettkampfstress seitens UBOL und Jena SV eine Einführung in die Organisation eines 24h-OLs gewinnen konnten. Steffen als alter Hase, Mirko als Laufleiter und Jens als Bahnleger gaben Rogi, rocket2007 und Marc bereitwillig ihr über 16 ausgerichtete 24h-OLs gesammeltes Wissen weiter...

UBOL1 (Blerim)

UBOL Blerim bestehend aus Thomas Hirter, Marc Eyer, Christian Rogenmoser, Sü Baumgartner, Livia Seemann und Stefan Zwicky stieg mit einer gewissen Ambition ins Rennen.

UBOL2 (Hakan)

UBOL Hakan bestehend aus Simon Hodel, Karin Hodel, Eva Bühlmann, Martin Lerjen, Tobias Hobe Tschumi und Getrud Rogenmoser stieg auch mit einer gewissen Ambition ins Rennen, aber einer anderen. :-)

UBOL Küche
Als Teams mit Ambitionen wurden wir durch Roggis Eltern Getrud Trudi und Karl Kari Rogenmoser unterstützt. Der von ihnen eingerichtet 24-Stunden-Verpflegungs Service war natürlich voll der Hammer. Du kommst nachts um vier von deinem fünften Einsatz zurück, ziehst dich um und kriegst gleich die gewünschte Bouillon gereicht. Hammer und Gold wert.


Die guten Geister aus dem Küchenzelt: Kari und Trudi Rogenmoser.

Rennverlauf

Nervös! Sü und Karin vor dem Massenstart (Bild:T.Hirter)

Am 24h-OL liegt der Rennverlauf über den längsten Teil des Rennens im Trüben, weil die Anzahl absolvierter Strecken zu einem Zeitpunkt im Rennen direkt von der Taktik des Teams abhängt. UBOL1 vermochte sich nach einem etwas verhauenen Start relativ schnell in der Spitzengruppe zu etablieren. Bei UBOL2 erklärte Roggi's Mutter Trudi im Zuge eines regeltechnischen Winkelzuges nach ihrem ersten Einsatz (eine Long-Difficult vernichten) Forfait. Ihr Einsatz war nötig, weil das Reglement zwingend vorschreibt, ein Team müsse zumindest anfänglich aus sechs Personen bestehen. Danach war es UBOL2 erlaubt, zu fünft weiterlaufen. Das bedeutete weniger lange Pausen und mehr Einsätze für UBOL2.

UBOL2 beim Taktieren: Martin Lerjen/rocket2007 und Karin Hodel (Bild: T.Hirter)

UBOL1 lief auf Sieg mit der Konsequenz für die Damen Sü und Livia, dass sie nur auf den kurzen Bahnen eingesetzt wurden. UBOL2 plante weniger taktisch: ausser dem OL-Frischling Eva liefen alle alles, wenn sie nur wollten und konnten.


Erholen: rocket2007, Simon Hodel, Karin Hodel, Sü Baumgartner. (Bild: Eva Bühlmann)

Gegen den abend zu verbreitete sich das Gerücht, die Bulgaren lägen mit einer Bahn in Führung. Es ging in die Dämmerungsbahnen und in die Nacht. UBOL1 lief wie ein Uhrwerk. Mit unzähligen BernbyNights im Rucksack braucht es schon ein paar Posten am Rande der Regularität, um hie und da ein Fehlerchen zu produzieren. Aber eben UBOL1 lief gut, die Bulgaren fielen etwas zurück, blieben noch die Österreicher...
Die lange Nacht: Sü Baumgartner und Tobias Tschumi (Bild: T.Hirter)

Stefan hatte zwischenzeitlich Mühe mit dem Magen. Marc auch. Stefan konnte sich durchbeissen. Bei Marc wurde es immer schlimmer, so dass Teamchef Roggi ihn am Morgen aus dem Rennen nehmen musste.


Marc Eyer vor dem fünften Einsatz (Bild: T.Hirter)

Damit war auch UBOL1 zum Schluss nur noch zu fünft.
Bei UBOL2 brachte die Nacht vor allem physische Ermüdungserscheinungen. Mit deutlich weniger trainiertem Läufermaterial wurde es zunehmend schwer, die langen Bahnen zu besetzen. Kam dazu, dass Teamchef und Anchorman rocket2007 durch eine Prellung am Knie leistungsmässig eingeschränkt war.


Unermüdlich: OL-Rookie Eva Bühlmann nach ihrem vierten Einsatz (Bild: E.Bühlmann)

Gegen morgen zeichnete sich ab, dass UBOL1 in der Nacht durch eine konstante Leistung den anfänglichen Rückstand auf die anderen Spitzenteams in einen kleinen Vorsprung gewandelt hatte und drauf und dran war, bis zum Rennschluss alle 38 Bahnen zu absolvieren. Auf den sog. Schlussbahnen hielt sich UBOL1 - motiviert durch die rosigen Aussichten - auf hohem Niveau und als vier Bahnen vor Schluss das letzte gegnerische Team einbrach, wurde es nicht mal mehr eng: Stefan konnte sich im Zieleinlauf noch in aller Ruhe sein UBOL-Shirt überziehen und UBOL1 gewann den 16.Thüringer 24-OL mit dem Maximum der Bahnen.

UBOL1 triumphiert.(Bild:M.Lerjen)

UBOL2 hatte inzwischen seine Müdigkeit überstanden und konnte sich bis zum Schluss des Rennens nochmal schön nach vorne arbeiten.

UBOL2: Ein Selbstportrait nach jedem Einsatz

Ich denke beide Teams sind stolz, die Herausforderung 24h-OL angenommen und so souverän bewältigt zu haben. Die Solidarität im Team, die Unterstützung durch die UBOL-Küche, das Rennen bei Sonnenschein, in der Dämmerung, in der Nacht, die Nebel gegen Ende der Nacht, das Vogelgezwitscher früh morgens. Einfach Hammer.

Heimreise
Wie die toten Fliegen (Bild: rocket2007)

Nach einer eher unsäglichen Rangverkündigung, an welcher der Speaker die drittplatzierten Bulgaren, als die Ungaren, die aufs Taxi müssen (Wir mussten aufs Taxi) vorzog und der Taxi-Rückfahrt mit unserem Seit-fünfzig-Jahren-Kutscher hängten wir uns wie die toten Fliegen in den Zug und liessen uns in der sommerlichen Hitze nach Hause fahren.

Danksagung
Fazit: Geilo geilo geilo. Das ist UBOL von der besten Seite und das gibt's nur, weil wir geile Jungs und Mädels sind, die Visionen haben und dafür grosse Hebel in Bewegung setzen diese zu verwirklichen. In diesem Fall gebührt der Dank in erster Linie gs-Roggi und dann seinen netten Eltern und dann der ganzen Crew. Geilo geilo geilo.

24h OL 2008
In den nächsten Tagen werden wir entscheiden, ob wir das Wagnis 24h OL 2008 in der Schweiz definitiv eingehen. Mit dem Haufen positiven Drive, den wir vom Thüringen-Trip nach Hause gebracht haben, stehen die Chancen dazu so gut, wie nie. Diese Website hält euch auf dem laufenden.
[ro-2007-05-20]

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